3T MRT während der Schwangerschaft

3T MRT während der Schwangerschaft

Die Gewebeerwärmung und die akustische Belastung während einer MRT-Untersuchung bei einer Feldstärke von drei Tesla zeigen beim Foetus keine signifikanten Veränderungen im Geburtsgewicht oder in der Prävalenz einer Hörminderung.

  • Datum:
    13.02.2020 0 Kommentare
  • Journal:
    AJR 2019 Nov;213(5):1170-1173
  • Titel:
    The Safety of Maternal and Fetal MRI at 3 T
  • Autor:
    Chartier AL et al.
    Zur Originalstudie

Das American College of Radiology und die Society for Pediatric Radiology befanden in ihren Praxisleitlinien von 2015 MRT-Untersuchungen mit 1,5 Tesla Feldstärke als sicher für den Fötus. Eine höhere Feldstärke mit drei Tesla verbessert die Bildgebung erheblich und wird aktuell immer häufiger angewendet. Die damit einhergehende verstärkte Gewebeerwärmung und lautere Akustik könnten jedoch das fetale Wachstum und Hörvermögen beeinträchtigen, so die Bedenken. Andre L. Chartier, Naval Medical Center San Diego, USA, und KollegInnen untersuchten, ob diese Annahme berechtigt ist.

Methode

Studiendesign

  • Retrospektiv
  • Monozentrisch
  • Fall-Kontroll-Studie

Teilnehmende

  • Neugeborene mit einem durchschnittlichen Gestationsalter von 277 Tagen bei Geburt
  • 81 Neugeborene mit MRT-Untersuchung
  • 162 Neugeborenen ohne MRT-Untersuchung (Kontrollgruppe)

MRT-Untersuchung

  • 3 T-Gerät: Ingenia, Philips Healthcare
  • Ohne Kontrastmittel
  • In einem der drei Trimester der Schwangerschaft; durchschnittliches Gestationsalter: 148 Tage

Hörtest

  • Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Geburt
  • Hörtest mit Bio-Logic ABaer System (Natus Medical) und ggf. weiterführende Hörtests

Aufnahme des Geburtsgewichts

Ergebnisse

Kein Neugeborenes, dessen Mutter schwanger eine 3T-MRT durchlaufen hatte, wies einen statistisch signifikanten Unterschied zum Geburtsgewicht in der Kontrollgruppe auf. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war auch keine Hörminderung feststellbar.

Fazit

Nach den Ergebnissen der vorliegenden Studie stellt eine MRT-Untersuchung für den Fötus keine Gefahr in Bezug auf das fetale Wachstum oder das spätere Hörvermögen dar. Prospektive, multizentrische Studien sind jedoch notwendig, um das Ergebnis zu bestätigen.

biho/ktg
13.02.2020

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