
RSNA 2020 – Studienergebnisse sprechen für das Mamma-MRT-Screening
Frauen sollten über ihre Brustdichte und den Nutzen einer zusätzlichen MRT bei dichtem Brustgewebe informiert sein.
Frauen sollten über ihre Brustdichte und den Nutzen einer zusätzlichen MRT bei dichtem Brustgewebe informiert sein.
Bei fortgeschrittenen Brustkrebs-Erkrankungen erlaubt die Photon-Counting-CT deutlich feinere Darstellungen von Knochenmetastasen als bisher.
Verkürzte Mamma-MRT Protokolle durchdringen immer mehr die klinische Routine. Die Ansätze haben je nach Risikogruppe unterschiedliche Stärken und Schwächen.
Die frühe Anflutung von Kontrastmittel in der Mamma-MRT erlaubt die Differenzierung zwischen gut- und bösartigen Brustläsionen.
Im Vergleich zu im Screening entdeckten Mammakarzinomen sind Intervallkarzinome häufiger schlecht differenziert. Die Sterblichkeit ist bei Intervallkarzinomen 3,5-fach höher.
Verschiedene Bildgebungsmethoden versprechen eine bessere Krebserkennungsrate als die leitlinien-konforme Mammographie. Wie gut sich unter anderen die digitale Brusttomosynthese, die kontrastverstärkte Spektral-Mammographie oder die verkürzte MRT als Screening-Instrumente eignen, zeigt dieser Übersichtsartikel.
Eva-Maria Fallenberg, Universitätsklinikum München, evaluierte die Studienlage zur kontrastverstärkten Spektral-Mammographie (CESM) bei der Tumordetektion.
Zwei von drei Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe zeigen Interesse an einer MRT als Ergänzung zur Screening-Mammographie. Ihre Ängste vor einer zusätzlichen MRT zu kennen und zu adressieren, könnte die tatsächliche Inanspruchnahme einer solchen MRT erhöhen.
Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe reduziert die CE-MRT der Mamma als zusätzliche Screeningmethode zur Mammographie die Zahl der Intervallkarzinome deutlich. Wird die MRT zusätzlich zur Mammographie durchgeführt, sinkt die Zahl der Intervallkarzinome von 5 auf 0,8 pro 1.000 Untersuchungen.
Das Ziel eines Brustkrebs-Screenings auf heutigem Stand ist nicht allein die Detektionsrate zu erhöhen, sondern frühzeitig die prognostisch relevanten Tumoren zu erkennen. Ein verkürztes MRT-Protokoll kann helfen, dieses Ziel zu erreichen.