Charité: Plattform für KI in der Diagnostik

Charité: Plattform für KI in der Diagnostik

Startschuss Ende September 2020: Eine Plattform für KI-unterstützte Anwendungen in der bildbasierten medizinischen Diagnostik aufbauen – so lautet das Ziel des Projekts EMPAIA unter Leitung der Berliner Charité.

  • Datum:
    29.09.2020
  • Autor:
    M. Zingl (mh/ktg)
  • Quelle:
    Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die Auswertung von Bilddaten, wie MRT-Aufnahmen oder Gewebeschnitten, ist zeitintensiv und komplex. Methoden der Künstlichen Intelligenz können dabei helfen, die Bilder schneller auf relevante Informationen hin zu analysieren. Das Potenzial der KI lässt sich aber noch kaum nutzen, weil die Infrastruktur fehlt, es keine Standards gibt und die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht geklärt sind.

Am Freitag, den 25. September 2020, gab es das Kick-off-Meeting zum Aufbau der geplanten KI-Plattform. Diese wird Ärztinnen und Ärzten Zugang zu zertifizierten und validierten KI-basierten Apps ermöglichen. So sollen die NutzerInnen beispielsweise vergleichen können, wie verschiedene Programme ein bestimmtes Problem lösen. Gleichzeitig sollen EntwicklerInnen von KI-basierten Algorithmen für die Validierung ihrer Software auf Bilddaten zugreifen können. Um die Zertifizierung von Algorithmen für den Einsatz in der Diagnostik zu beschleunigen, wird die Plattform außerdem EntwicklerInnen, Referenzinstitute und ZertifiziererInnen zusammenbringen.

Das EMPAIA-Konsortium wird über drei Jahre mit insgesamt 11,4 Millionen Euro gefördert, davon gehen rund 4,6 Millionen Euro an die Charité.

Zum Konsortium zählen neben der Charité das DAI-Labor der TU Berlin, das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS, die Vitasystems GmbH und die Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie QuIP GmbH.