Photon-Counting-CT verbessert KHK-Beurteilung

Photon-Counting-CT verbessert KHK-Beurteilung
3D-Rekonstruktionen einer kardialen CT mit Plaques der linken Koronararterie. Die Photon-Counting-CT ermöglicht eine höhere räumliche Auflösung (UHR, links) im Vergleich zur herkömmlichen CT (Standard, rechts). Dadurch lässt sich der Stenosegrad besser beurteilen. (©UM/Tilman Emrich)

Die Photon-Counting-CT führt bei vielen Patienten mit koronarer Herzkrankheit zu einer niedrigeren Einstufung des Stenosegrads. Das zeigen Forschende der Universitätsmedizin Mainz.

  • Datum:
    06.03.2024
  • Autor:
    N. Hüppe (mh/ktg)
  • Quelle:
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Durch die ultrahochauflösende Photon-Counting-CT lassen sich Gefäße und Plaques deutlich genauer darstellen als bisher. So konnten in der Mainzer Studie über die Hälfte der Patient:innen mit koronarer Herzkrankheit (KHK) in eine niedrigere Krankheitskategorie eingestuft werden. Die Technologie hat das Potenzial, die Patientenversorgung zu verbessern und Gesundheitskosten zu reduzieren.

An der Universitätsmedizin Mainz wird die Photon-Counting-CT bereits routinemäßig bei Patient:innen mit schwerwiegenden Gefäßverkalkungen eingesetzt. Die Forschungsergebnisse wurden nun in Radiology veröffentlicht.

Die interdisziplinäre kardiologisch-radiologische Forschungsgruppe um Dr. Tilman Emrich (Radiologie) und Prof. Dr. Michaela Hell (Kardiologie) hat in ihrer Studie 114 Patient:innen mit vermuteter oder diagnostizierter koronarer Herzerkrankung mittels Photon-Counting-CT untersucht.

Mit einer Standardauflösung fiel der gemessene Stenosegrad mit einer Verengung von 42 Prozent deutlich größer aus als bei der ultrahohen Auflösung mit 29 Prozent. Mit Hilfe der Photon-Counting-CT konnten so rund 54 Prozent der Studienteilnehmenden in eine niedrigere Stenose-Kategorie (CAD-RADS = Coronary Artery Disease Reporting and Data System) eingestuft werden. Der Effekt war besonders groß bei Personen, die eine starke Gefäßverkalkung vorwiesen. Bei gemischten und nicht verkalkten Plaques mit geringem Blooming-Effekt stellten die Wissenschaftler:innen dagegen keine wesentlichen Vorteile der ultrahohen Auflösung fest.

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